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Nichts bleibt für die Ewigkeit

Du merkst nicht, wie die Tage vergehn,
auch wenn es so scheint, sie bleiben nicht stehn.
Sie tropfen stetig vor sich hin, wie ein Wasserhahn, der undicht ist.
Wenn du nachts hellwach in deinem Bett liegst, hörst du, wie es leise tickt.
Es ist ‚ne Uhr in dir, sie läuft nur für dich,
sie erinnert dich dran, wie spät es ist.

Jeden Tag stirbt ein Teil von dir,
jeden Tag schwindet deine Zeit,
jeden Tag ein Tag, den du verlierst,
nichts bleibt für die Ewigkeit.

Jeder Atemzug kostet dich Sekunden,
wieviel Minuten kriegst du für dein Geld?
Los, wir schenken uns gegenseitig ein paar Stunden, schmeißen Jahre von uns weg.
Von gestern und für morgen leben, niemals für das Hier und Jetzt.
Du merkst, während du an deinen Plänen sitzt,
wie das Leben an dir vorüberzieht.

Jeden Tag stirbt ein Teil von dir,
jeden Tag schwindet deine Zeit,
jeden Tag ein Tag, den du verlierst,
nichts bleibt für die Ewigkeit.

Böser Wolf

Sie malt gern Bilder von sich selbst
und riesengroßen Männern in einer Zwergenwelt.
Sie weiß Geschichten, die sie nie erzählt,
die meisten davon hat sie selber erlebt.
Wie die vom bösen Wolf,
der hin und wieder kommt
und jedes Mal danach von ihr verlangt,
dass sie niemals ein Sterbenswörtchen sagt,
weil er sie dafür sonst fürchterlich bestraft.

Wenn ihre Mami sie in den Arm nimmt,
würde sie am liebsten weinen und alles gestehn,
doch sie hat Angst und sie schämt sich.
Sie weiß keinen Rat und versucht wegzusehn.
Wenn der böse Wolf hin und wieder kommt
und jedes Mal danach von ihr verlangt,
dass sie niemals ein Sterbenswörtchen sagt,
weil er sie dafür sonst fürchterlich bestraft.

Sie ist so scheu wie ein Reh,
man nimmt sie kaum wahr, denn sie redet nicht viel.
Sie bleibt am liebsten für sich allein,
betet zu Gott und wünscht sich dabei,
dass der böse Wolf niemals wieder kommt
und mit festem Griff um ihren Hals verlangt,
dass sie keinem ein Sterbenswörtchen sagt,
weil er sie dafür sonst fürchterlich bestraft,
dass sie keinem ein Sterbenswörtchen sagt,
weil er sie dafür sonst fürchterlich bestraft.

Die zehn Gebote

Einmal hat Gott der Welt erklärt:
Nur ich allein bin der Herr!
Ich dulde keine Götter neben mir,
Du sollst immer nur mich verehren.
Sprich meinen Namen nicht unnütz aus,
quäl Dich sechs Tage, bleib am siebten zu Haus.

Ich schuf den Himmel und die Erde und auch das Meer,
einmal in der Woche dankst Du mir dafür.
Ehre Deine Eltern, damit Du lange lebst,
in diesem Land, das der Herr Dir gibt!

Du sollst nicht töten und Du sollst nicht stehlen
und Du sollst in der Ehe nicht fremd gehen.
Du sollst nicht lügen und nichts Falsches erzählen,
ein ehrliches, redliches Leben wählen.
Das Haus und die Frau Deines Nächsten nicht begehren
und nichts von dem, was Deinem Nächsten gehört.

Wenn ich Du wär, lieber Gott,
und wenn Du ich wärst, lieber Gott,
glaubst Du, ich wäre auch so streng mit Dir?
Wenn ich Du wär, lieber Gott,
und wenn Du ich wärst, lieber Gott,
würdest Du die Gebote befolgen,
nur wegen mir?

Gott war verzweifelt, als er sich ansah,
seine Kinder haben jeden Tag neu versagt.
Zur Rettung hat er uns seinen Sohn geschickt,
doch der starb umsonst, denn nichts änderte sich.
Und jede Warnung, jede Drohung, die vom Himmel kam,
wurde überhört, von den Schafen des Herrn.

Und jeden Tag versagen wir ein weiteres Mal,
und jeden Tag versagen wir ein weiteres Mal…

Wenn ich Du wär, lieber Gott,
und wenn Du ich wärst, lieber Gott,
glaubst Du, ich wäre auch so streng mit Dir?
Wenn ich Du wär, lieber Gott,
und wenn Du ich wärst, lieber Gott,
würdest Du die Gebote befolgen,
nur wegen mir?

Die Fliege

Eine Fliege krabbelt mir in meinem Kopf herum
und sie kommt da oben nicht mehr raus.
Sie hat Panik, weil sie sich verlaufen hat,
probiert jetzt jeden Flucht weg aus.

Sie verfolgt eine kleine Nervenbahn,
Gerät in den Rückenmarkskanal,
sie flüchtet in Richtung Vorderhirn,
an der Zwirbeldrüse kehrt sie um.

Ich kann jede Bewegung von ihr spüren,
mein Kopf ist ein einziger Schmerz.
Sie rudert hilflos mit Flügeln und Beinen rum,
und das Vorwärtskommen fällt ihr schwer.

Sie verbeisst sich an meinem Drillingsnerv,
gibt nicht auf und irrt umher,
von der Schlagader zu ‚ner Blutleiter,
und direkt in die Hirnkammer.

Bis in die Schalt- und Steuerungszentrale
kämpft sie sich herauf.
Sie spielt ein bisschen mit den Knöpfen
und schaltet mir die Hauptleitungen aus.

Mensch

Du fragst mich, wie ich heiße, weil du meinst, ich bin dir fremd.
Laß dir etwas von mir erzählen, dann merkst du, wer ich bin.
Ich habe viele Gesichter, und ich kann mich gut verstellen.

Ich bin dein bester Freund und ich bin dein größter Feind.
Ich halte einen Dolch und ‚n Kuß für dich bereit.
Ich leg dir eine Kette und ‚n Strick um deinen Hals.

Ich bin gut, und ich bin böse, bin Liebe und bin Haß,
ich bin ehrlich und ich lüge, wie es mir grad passt.
Mir kannst du nie vertrauen;, nur darauf ist Verlass.

Ich bin immer auf der Suche, doch ich weiß nie wonach.
Dauernd auf der Flucht und dauernd auf der Jagd.
Ich hab den Mut entdeckt und ich erfand die Angst,
ich bin Sieger und Verlierer im ewig gleichen Kampf.

Mein Name ist Mensch, ich weiß, dass du mich kennst.
Ich bin du, du bist ich, ich bin ein Mensch.

Ich rede von Gefühlen und benutze den Verstand,
erklär mich für gesund und mach mich selber krank.
Ich will alles kontrollieren und ersticke langsam dran.

Meine Hände sind voll Blut und mein Herz voller Gold.
Ich erfinde die Gesetze und mach die Religion.
Ich bin mein eigener König und die Erde ist mein Thron.

Ich sehne mich nach Licht und bin süchtig nach dem Mond,
drehe mich im Kreis und denk, es geht nach vorn.
Ich lebe und ich sterbe im selben Atemzug,
ich bin Körper und bin Geist, auserwählt und verflucht.

Mein Name ist Mensch, ich weiß, dass du mich kennst.
Ich bin du, du bist ich, ich bin ein Mensch.

Vater Unser

Vater unser,
der Du bist im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel
so auch auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern,
und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

Hilfe

Bis gestern ging’s mir gut, bei mir war alles klar.
Sorgen hab ich mir niemals gemacht.
Alles war so schön geregelt und ich hatte noch ein Ziel.
Heute kann ich davon nichts mehr sehen.

Auf einmal frag ich mich, ob das wirklich alles ist,
oder gibt es noch was anderes, das ich vom Leben will?

Hilfe, ich hab den geraden Weg verloren.
Ich weiss nicht mehr, wo es lang geht und worauf es mir ankommt.
Hilfe, ich hab den geraden Weg verloren.
Ich weiss nicht mehr, wo es lang geht und worauf es mir ankommt.

Ich bin unzufrieden und ich weiss nichtmal warum.
Doch es geht nicht mehr aus meinem Kopf:
ich muss etwas verändern, weil’s so nicht mehr gehen kann,
fang am besten ganz von vorne an.

Kann sein, dass das ein Fehler ist, der mir nicht sehr gut tut.
Doch dann weiss ich wenigstens für mich ich habe es versucht.

Hilfe, ich hab den geraden Weg verloren.
Ich weiss nicht mehr, wo es lang geht und worauf es mir ankommt.
Hilfe, ich hab den geraden Weg verloren.
Ich weiss nicht mehr, wo es lang geht und worauf es mir ankommt.

5 Minuten

So sicher wie die Erde um die Sonne kreist,
lief das Leben auf einer Bahn ohne jede Schwierigkeit.
Eine Stimme aus dem Telefon stürzt alles auf einmal um.
Verkündet die Katastrophe, sagt: „Man kann jetzt nichts mehr tun.”

5 Minuten trennen mich von der Vergangenheit.
Alle Träume, alle Pläne, mit einem Schlag vorbei.
Zerstört und vergessen – willkommen in der Wirklichkeit!

Plötzlich wird das Spielfeld in voller Wucht vom Tisch gefegt.
Suche nach dem Regelheft, das seit eben nicht mehr gilt.
Keine Atempause um zu verstehen, dass die Uhr jetzt anders läuft.
Sich fügen oder untergehen ist alles, was dir bleibt.

5 Minuten trennen mich von der Vergangenheit.
Alle Träume, alle Pläne, mit einem Schlag vorbei.
Zerstört und vergessen – willkommen in der Wirklichkeit!

5 Minuten trennen mich von der Vergangenheit.
Kein Stein mehr auf dem anderen, nichts, das wie vorher bleibt.
Alle Träume, alle Pläne, mit einem Schlag vorbei.
Zerstört und vergessen – willkommen in der Wirklichkeit!

Auf dem Weg zur Nummer 1

Als das Telefon geht, ist die Aufregung groß:
die Schallplattenfirma ist dran.
Der Sekt liegt schon im Kühlschrank bereit,
denn wir kriegen den Vertrag.

Die Musik ist schwach, doch das Image gut,
und darauf kommt es an.
Keiner braucht es, alle kaufen sich’s,
so funktioniert der Markt.

Ehrliche Lieder von ehrlichen Jungs
und alles für ehrliches Geld
Jugendfrei und völlig harmlos,
der Geschmack, der jedem gefällt

Nie zuvor war Musik so billig
und so leicht zu verdauen
Stopf dich voll mit unseren Einweg-Hits
und scheide sie wieder aus.

Wir sind auf dem Weg zur Nummer Eins,
auf dem Weg zur Nummer Eins,
auf dem Weg zur Nummer Eins – Nummer Eins.

Großhandel und Medien
machen gerne mit.
Vertreter und Verkäufer,
sie alle singen unseren Hit.

Ohne uns, da geht’s nicht mehr,
das muss die Message sein.
Und wer das nicht von selber frisst,
dem prügeln wir’s noch ein.

Hände schütteln, freundlich sein,
glattrasiert und hilfsbereit,
für den Platz, an dem die Sonne scheint.

Wir sind auf dem Weg zur Nummer Eins,
auf dem Weg zur Nummer Eins,
auf dem Weg zur Nummer Eins – Nummer Eins.

Glaubwürdig und pünktlich sein,
abgekocht und aufgeweicht,
für den Platz, an dem die Sonne scheint.

Wir sind auf dem Weg zur Nummer Eins,
auf dem Weg zur Nummer Eins,
auf dem Weg zur Nummer Eins – Nummer Eins.