Archiwa kategorii: Teksty piosenek

Teksty piosenek

Meine Stadt

Das ist meine Stadt
Und ich gehör’ zu ihr
Das ist meine Stadt
Sie ist ein Teil von mir

Vielleicht liegt es an den Leuten
Vielleicht liegt es an der Luft
Heimat kann so viel bedeuten
Doch es ist ein blödes Wort
Denn es ist alles so wie immer
Es ist einfach und ganz klar
Dieses gute Gefühl von früher
Und jetzt ist es wieder da

Das ist meine Stadt
Hier kenn’ ich mich aus
Das ist meine Stadt
Hier bin ich zuhaus’

Und auf manchen dieser Strassen
Kommt die Erinnerung zurück
An lang vertane Chancen
Und längst vergangenem Glück
Ich stehe am Flussufer
Und die Schiffe fahr’n vorbei
Dieser Fluss ist schon so alt
Doch das Wasser ist immer neu

Das ist unsere Stadt
Und wir gehör’n zu ihr
Das ist unsere Stadt
Wir sind ein Teil von ihr

Lass doch mal Dampf ab

Lass doch mal Dampf ab
Und geh mit deinem Schatz
Am nächsten Samstag
Auf den Fußballplatz

Es muss ja nicht die Bundesliga sein
Ein Prima-Club ist unser Sportverein
Eine Flanke – Schuss – hinein!

Das kleinste Städtchen hat seinen eigenen Breitner
Nen Meier der die Bomben hält
Wem es gelingt am Ende auszugleichen
Der wird gefeiert wie ein Held

Hinterher bei ein paar Klaren
Wird die ganze Stadt erfahren
Dass sie alle spitze waren
In dem schönsten Spiel der Welt

Lass doch mal Dampf ab
Und geh mit deinem Schatz
Am nächsten Samstag
Auf den Fußballplatz

Es muss ja nicht die Bundesliga sein
Ein Prima-Club ist unser Sportverein
Eine Flanke – Schuss – hinein!

Die ganze Woche von Montag bis zum Freitag
Ist Thema eins wer wohl gewinnt
Da wird gewettet zu Haus und in der Kneipe
Dass wir die bessere Mannschaft sind

Unser Wahlspruch, ja so heißt er
Wir werden Meister, werden Meister
Unentschieden, Scheibenkleister

Lass doch mal Dampf ab
Und geh mit deinem Schatz
Am nächsten Samstag
Auf den Fußballplatz

Es muss ja nicht die Bundesliga sein
Ein Prima-Club ist unser Sportverein
Eine Flanke – Schuss – hinein!

Gesicht 2000

Das Gesicht 2000 ist außen schön und innen leer –
falsche Wimpern und die Haut kaputt,
doch ein Make-up hilft da sehr.
Dicker Busen, dünne Beine und ein aufgespritzter Mund,
gegen Dummheit gibt es Pillen und für den Rest gibt’s Silikon.
Sie kann ihr Gehirn ausschalten,
weil sie ein Profi ist.
Ein Gesicht für jede Laune,
sobald die Kamera auf ist.

Sie ist gekaufte Ware,
ein Stück Edel-Prostitution.
Feuchte Träume für die Massen
und den Hochglanzkatalog.
Und schon wieder Lebenskrise,
weil der Kunde nicht zufrieden war.
Ein Gramm zuviel, ist ein Gramm zuviel
hat er ihr ins Gesicht gesagt.
Trotzdem lächeln, trotzdem freundlich sein,
weil er der König ist
Und er entscheidet,
wer ihm als nächstes Model dient.

Sie ist die schönste im ganzen Land,
sagt ihr der Spiegel zuhause an ihrer Wand.
Doch nur wer jung stirbt, der stirbt auch schön
wie eine echte Königin!

Morgens Vitaminpillen abends Valium,
Doping fürs Bewußtsein um durch den Tag zu kommen.
Es geht nur um ihren Körper,
sie hasst sich selbst dafür.
Sie spürt das Bedürfnis sich selber zu zerstören.

Nur wer jung stirbt, stirbt auch schön
und bleibt Schönheitskönigin.
Sie sagt sich: alles hat seinen Preis!
Als sie zum Messer greift.

Im Westen nichts Neues

Jeden Morgen nach dem Aufstehn
geht es wieder in den Krieg.
Zur Front mit der Straßenbahn,
fest im Glauben an den Sieg.
Für ein kleines Stück vom Kuchen
wirft man sich in den Kampf –
jeder gegen jeden bis zum allerletzten Mann.
Angriff ist die Devise,
keine Feigheit vor dem Feind,
die Taktik und die Regeln sind immer wieder gleich.

Waffenstillstand, 17:00 Uhr,
nach Hause zu den Lieben gehen,
morgen wieder pünktlich sein,
denn der Gegner wartet nicht.
Jeden Tag von neuem in die Offensive gehen,
ein Leben für das Geld und den Tagesbefehl.
Im Kopf verbrannte Erde,
und im Herz nur heisse Luft.
Muss man wirklich mehr tun
als man wirklich tun muss?

Keine Müdigkeit vortäuschen,
der Kampf muss weitergehn.
Es sind die Augen, die jetzt lügen,
wenn sie kein Ziel mehr sehn.
Wer schlapp macht und wer wegläuft,
kommt vor ein Kriegsgericht
als übler Verräter der Verantwortungspflicht.
Ein Soldat liebt das System
und muss Gehorsam schwörn.
Es gibt Tapferkeitsmedaillen
für die, die sich bewährn.
Glückwunsch zur Beförderung,
wieder ein Schritt nach vorn.
Einen Tag gewonnen
und ein Leben verlorn.

Fußball

Auf ‚ner Party am letzten Samstag
stand ich wieder mal auf dem Platz.
Ich suchte einen nen Gegner,
bei dem man noch ‚ne Chance hat.
Es war ein typisches Auswärtsspiel,
wie immer gegen den Abstieg.
Wie’s nun schon seit Jahren
bei mir mit den Frauen geht.

Jedenfalls stand sie irgendwann vor mir,
Ich dachte: „Jetzt oder nie.”
Ich ging sofort in die Offensive
doch ich kam nicht recht ins Spiel.
Ihre Abwehr stand viel zu gut für mich,
ich lief mehrmals hinten auf.
Sie liess mich hart im Abseits stehn,
ich stand ziemlich auf dem Schlauch.
Ich hab immer wieder über die Seiten versucht
in ihren Strafraum reinzukommen.
Mit leeren Sprüchen in den freien Raum
und dem gewissen Drang nach vorn.
Schliesslich habe ich sie müde gespielt
es war nur ‚ne Frage der Zeit
ihren Abwehrriegel aufzubrechen
für ‚ne Torschussgelegenheit.

Und dann kam wie aus dem Lehrbuch
mein tödlicher Freistosstrick,
zu Hause hundertmal im Training geübt
und souverän versenkt.
Doch ich bekam den Treffer später
am grünen Tisch aberkannt,
weil angeblich ein Faulspiel
mit reichlich Alkohol vorlag.

Heut geht’s doch keinem mehr ums Schönspielen,
das ist schon lang nicht mehr gefragt,
hauptsache das Ding geht irgendwie rein
mit Brechstangen-Fussball.
Jedes Kreisligateam macht auf Champions-League,
wo bleibt hier das Niveau?
Den Spaß an diesen Gurkenspielen
habe ich längst verloren.

Ich seh’ die Schiffe den Fluß herunterfahren

Ich komm aus dem Land
in dem man keinen versteht
jedes Wort
wird dir im Halse umgedreht
wo an jeder Ecke
ein Verbotsschild steht
wenn dir die Scheisse zu gelb wird
hasst du auch verlor’n
dann wirst du
ohne Arsch gebor’n

Ich seh die Schiffe den Fluss herunterfahrn
bis sie verschwinden, draussen im Ozean
Ich seh die Schiffe den Fluss herunterfahrn
bis sie verschwinden im Ozean

Wohin auch immer
deine Schritte dich lenken
keiner hat hier etwas
zu verschenken
ich habe Platzangst

in diesem …
die Räume sind klein
in meinem Karton

Ich seh die Schiffe den Fluss herunterfahrn
bis sie verschwinden, draussen im Ozean
Ich seh die Schiffe den Fluss herunterfahrn
bis sie verschwinden im Ozean

Die Unendlichkeit

Ich habe die Unendlichkeit gesehn,
sie ist nicht weit von hier.
Sie liegt auf dem Friedhof
und sie ruht sich aus.
Man kann sie atmen hörn.

Sie hat sich unter die Erde gelegt,
bestimmt zwei Meter tief.
Über etwas mehr Licht würde sie sich freuen –
und dass nicht alles hier so ruhig ist.

Ich habe die Unendlichkeit gesehn,
sie ist nicht weit von hier.
Zuerst hab ich sie nicht erkannt,
ihr Aussehen hat mich irritiert.

Ich hätte gedacht, dass sie viel älter ist,
und jeder Ernst hat ihr gefehlt.
Sie ist auch lange nicht so groß
wie man sich’s vorstellt.

Der Mond, der Kühlschrank und ich

Letzte Nacht hat mich der Mond gefragt,
ob ich glücklich bin.
Als ob man dazu mal kurz was sagen kann,
als ob’s so einfach ist.
Ich hab’ ihn ganz cool ignoriert
und die Sterne angeschaut,
aber irgendwie hat mir der Mond da schon
die Stimmung voll versaut.

Ich wollt’ nur träumen und einfach so dastehen,
doch dann musste ich vor Hunger in die Küche gehen.
Da hat der Kühlschrank mich dann prompt gefragt,
ob ich glücklich bin.
Ich dachte „Mann oh Mann,
was ist denn jetzt hier los?
Jetzt fängt der Kühlschrank auch noch an,
mich zu fragen, wie’s mit mir aussieht
und meinem Seelenzustand.”

Dafür gibt es keine Antwort in zwei Sätzen,
da muss man viel zu viel erklären.
Das wär ja wirklich auch zu blöde,
wenn solche Sachen simpel wären.

Der Mond ist wirklich primitiv;
das hätt’ ich nie von ihm gedacht.
Das kommt davon, wenn man die ganze Zeit
immer nur dasselbe macht!
Als ob der Mond sich dafür interessiert,
ob mein Leben glücklich ist.
Ich hab ihn einfach ignoriert
und sein freundliches Scheiss-Gesicht.

Denn ich habe keine Antwort in zwei Sätzen,
da muss man viel zu viel erklären.
Das wär ja wirklich auch zu blöde,
wenn solche Sachen simpel wären!

Bayern

Es gibt nicht viel auf dieser Welt,
woran man sich halten kann.
Manche sagen die Liebe,
vielleicht ist da was dran.
Und es bleibt ja immer noch Gott,
wenn man sonst niemand hat.
Andere glauben an gar nichts,
das Leben hat sie hart gemacht.

Es kann soviel passieren,
es kann soviel geschehen.
Nur eins weiss ich hundertprozentig:
nie im Leben würde ich zu Bayern gehen.

Ich meine, wenn ich 20 wär
und supertalentiert,
und Real Madrid hätte schon angeklopft,
und die Jungs aus Manchester.
Und ich hätt auch schon für Deutschland gespielt
und wär mental topfit
und Uli Hoeneß würde bei mir
auf der Matte stehen.

Ich würde meine Tür nicht öffnen,
weil’s für mich nicht in Frage kommt,
sich bei so Leuten wie den Bayern
seinen Charakter zu versauen.

Das wollt ich nur mal klarstellen,
damit wir uns richtig verstehen:
ich habe nichts gegen München,
ich würde nur nie zu den Bayern gehen.

Muss denn sowas wirklich sein?
Ist das Leben nicht viel zu schön?
Sich selber so wegzuschmeissen
und zum FC Bayern zu gehen.

Es kann soviel passieren,
es kann soviel geschehen.
Ganz egal, wie hart mein Schicksal wär,
ich würde nie zum FC Bayern München gehen.

Was für Eltern muss man haben
um so verdorben zu sein,
einen Vertrag zu unterschreiben
bei diesem Scheissverein?

Wir würden nie zum FC Bayern München gehen!
– Niemals zu den Bayern gehen!
Wir würden nie zum FC Bayern München gehen!
– Niemals zu den Bayern gehen!

König der Blinden

Willkommen in meinem Reich,
seit wann bist du schon hier?
Seit gestern oder heute,
oder ist’s schon länger her?
Lass dir von mir die Hausordnung
ganz genau erklären.
Wenn du bleiben und hier leben willst,
musst du dich danach führen.

Du musst lernen, wie man „Danke” sagt
und sich dabei ganz tief bückt,
und wie man Essensreste
von fremden Tellern leckt.
Du musst wissen wie man lächelt,
während man den Boden küsst,
und dass hier Freiheit nicht viel mehr
als ein Wort zum Träumen ist.

Hier spricht der König aller Blinden.
Mach ein letztes Mal die Augen auf:
du stehst hier mitten auf dem Friedhof,
auf dem du mal liegen sollst.

Du brauchst dich nicht zu fürchten,
denn du bist hier nicht allein.
Als Teil der großen Mehrheit,
die Tag für Tag nur schweigt.
Im Heer der Namenlosen,
das nur einen Weg gehen soll.
Du und deine Nachbarn – zusammen seid ihr mein Volk.

(Mein Volk, ihr seid das Volk)

Hier spricht der König aller Blinden,
also werft euch in den Staub
bis ich euch befehle aufzustehen,
wenn ihr für mich tanzen sollt.

Ich bin der König aller Blinden,
kniet euch nieder in den Dreck.
Hört, was ich euch sage,
denn ich bin das Gesetz.
Sperrt Eure Gedanken ein
und werft den Schlüssel weg.
Niemand wird euch etwas fragen
und ihr sollt keine Fragen stellen.
Seid zufrieden mit dem Leben,
das man euch gibt.

Euer Mund ist nicht zum Reden da,
Eure Ohren nicht zum Hören,
Eure Nase soll nichts riechen
und eure Nerven sollen nichts spüren.
Eure Füße sollen nicht gehen,
solange man es nicht befiehlt.
Vergesst nie die Regeln,
die das Regelheft bestimmt.

Ich bin der König aller Blinden.
Glaubt ihr wirklich, ihr selbst könnt sehen?
Kniet euch alle nieder in den Dreck,
bis ich befehle aufzustehen.

Ich bin der König aller Blinden,
also werft euch in den Staub.
Willkommen im goldenen Käfig!
Willkommen in meinem Haus!