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Teksty piosenek

Fliegen

Ich schwöre, ich kann fliegen,
denn mein Herz ist gar nicht schwer.
Es gibt nichts, das mich am Boden hält,
die Schwerkraft wirkt nicht mehr.

Keine Liebe, kein Gefühl,
kein Gewicht, das mich nach unten zieht.
Ich lasse alles los, was um mich ist,
ganz egal, was auch geschieht.

Es ist nichts mehr in mir,
ich bin endlos leer.
Ich fliege weit weg von hier
und finde mich nicht mehr.

Völlig schwerelos in meinem Körper,
aufgelöst im Hier und Jetzt,
treibe ich mit der Strömung
unbewegt im Nichts.

Ohne Regeln und Gesetz,
ohne zu atmen und zu sein,
schwebe ich durch Raum und Zeit,
zwischen Traum und Wirklichkeit.

Es ist nichts mehr in mir,
ich bin endlos leer.
Ich fliege weit weg von hier
und finde mich nicht mehr.

Ich kann fliegen.
Ich kann fliegen.
Ja ich kann fliegen.
Ich kann fliegen.

Es gibt kein Heute, es gibt kein Morgen,
Gestern ist schon lange her.
Wie eine Wolke ziehe ich vorüber
und ich spüre keinen Schmerz.

Es ist nichts mehr in mir,
ich bin endlos leer.
Ich fliege weit weg von hier
und finde mich nicht mehr.

Ich kann fliegen.
Ich kann fliegen.
Ja ich kann fliegen.
Ich kann fliegen.

Zehn kleine Jägermeister

Zehn kleine Jägermeister rauchten einen Joint,
den einen hat es umgehaun, da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Jägermeister wollten gerne erben,
damit es was zu erben gab, musste einer sterben.

Acht kleine Jägermeister fuhren gerne schnell,
sieben fuhrn nach Düsseldorf, einer fuhr nach Köln.

Einer für alle, alle für einen,
wenn einer fort ist, wer wird denn gleich weinen?
Einmal trifft’s jeden, ärger dich nicht,
so geht’s im Leben, du oder ich.

Sieben kleine Jägermeister warn beim Rendezvous,
bei einem kam ganz unverhofft der Ehemann hinzu.

Sechs kleine Jägermeister wollten Steuern sparen,
einer wurde eingelocht, fünf durften nachbezahlen.

Fünf kleine Jägermeister wurden kontrolliert,
ein Polizist nahm’s zu genau, da warn sie noch zu viert.

Einer für alle, alle für einen,
wenn einer fort ist, wer wird denn gleich weinen?
Einmal trifft’s jeden, ärger dich nicht,
so geht’s im Leben, du oder ich.

Einmal muss jeder gehen
und wenn dein Herz zerbricht,
davon wird die Welt nicht untergehn –
Mensch ärger dich nicht!

Vier kleine Jägermeister bei der Bundeswehr,
sie tranken um die Wette, den Besten gibt’s nicht mehr.

Drei kleine Jägermeister gingen ins Lokal,
dort gab’s zwei Steaks mit Bohnen und eins mit Rinderwahn.

Zwei kleine Jägermeister baten um Asyl,
einer wurde angenommen, der andere war zu viel.

Einer für alle, alle für einen,
wenn einer fort ist, wer wird denn gleich weinen?
Einmal trifft’s jeden, ärger dich nicht,
so geht’s im Leben, du oder ich.

Einmal muss jeder gehen
und wenn dein Herz zerbricht,
davon wird die Welt nicht untergehn –
Mensch ärger dich nicht!
Ja, davon wird die Welt nicht untergehn –
Mensch ärger dich nicht!

Viva la revolution

Jeden Morgen ein Drei-Minuten-Frühstücksei und eine Runde mit dem Hund;
pünktlich bei der Arbeit sein, pünktlich wieder Schluss;
jeden Tag in die gleiche Richtung, ohne zu fragen, wieso;
jede Nacht dieselben Gesichter in denselben Fernsehshows.

Niemals würden wir so enden, haben wir uns damals gesagt,
keine Lust auf diesen Käfig mit Regeln wie Eisenstangen.
Es war ein riesengroßer Aufschrei; wir waren dagegen und nie dafür.
Und damit endlich etwas passiert, ritzten wir in jede Scheisshaustür:

Viva la revolution – es lebe die Revolution!
Viva la revolution – es gibt ein Leben vor dem Tod!

Wir wollten diese Welt verändern und liefen erstmal zum Friseur,
denn irgendjemand hatte mal gesagt, dass das Aussehen wichtig wär.
Und dann warfen wir uns in den Kampf wie die Krieger von Babylon.
Jeder glaubte an was anderes, weil keiner etwas verstand.

Viva la revolution – es lebe die Revolution!
Viva la revolution – es gibt ein Leben vor dem Tod!

Der alte Marx wär sicher stolz auf uns und unseren heiligen Krieg,
denn es ging um unsere Freiheit, Gott sein Dank haben wir gesiegt.
Und heute können wir wählen zwischen SPD und CDU,
zwischen RTL und ZDF, für Pepsi oder Coke.

Viva la revolution – es lebe die Revolution!
Viva la revolution – es gibt ein Leben vor dem Tod!

Viva la revolution – es lebe die Revolution!
Dieses „Viva la revolution” war leider auch nur Opium.

Seelentherapie

Kommst du manchmal mit der Welt nicht klar, weil du sie nicht verstehst?
Und du denkst, daß du nichts tun kannst, auch wenn du alles ändern willst?
Möchtest du dir mit Seife den Mund ausspül’n,
wenn du merkst, dass du dich selbst belügst?
Macht es dich krank einfach nur daneben zu steh’n und diese Heuchelei zu seh’n,
weil du dir alleine keine Chance gibst, gegen den Strom zu schwimmen?
So ganz alleine bist du nicht, weil es auch mir genauso geht.

Los, wir verbünden uns gegen alles, was uns nervt,
gegen die ganze Dummheit, die uns ständig widerfährt,
gegen Oberflächlichkeit und leeres Geschwätz
und die Langeweile, die uns Stück für Stück zersetzt.
Alles, was wir brauchen, ist Liebe auf Rezept.
Gib’ mir dein Vertrauen und halt dich an mir fest.

Wir kurieren uns gegenseitig, so gut wie’s eben geht,
legen uns auf eine Couch und machen’s uns bequem.
Hier ist die Oase, die man immer wieder sucht,
auf der Reise durch die Wüste, durch die jeder von uns muss.
Wir erzähl’n von unseren Sorgen, unserer Trauer und der Wut,
genießen dieses Rollenspiel und hören uns gut zu.

Ich heile dich, wenn du mir dein Herz schenkst.
Und du heilst mich, wenn ich in deinen Armen bin.

Wir tauchen in unsere Seelen ein und wühlen dort nach Dreck.
Wir ziehen uns voreinander aus und brauchen kein Versteck.
Wir deuten unsere Träume in unserer Therapie
und arbeiten mit uns an unserem Selbstwertgefühl.
Machen uns zu unseren Eltern, zum Teufel oder Gott.
Wir lassen alle unsre Lüste und Launen an uns aus.

Ich heile dich, wenn du mir dein Herz schenkst.
Und du heilst mich, wenn ich in deinen Armen bin.

In unsrer Seelentherapie sind wir Doktor und Patient.

Er denkt, sie denkt

Wie immer sitzen sie am Frühstückstisch, während er wie gewohnt die Zeitung liest.
Wie jedesmal sagt sie: „Leg sie endlich weg und kümmer Dich mehr um mich!”
Er denkt: „Sie begreift mich nie”; sie denkt: „Was ist mit ihm los?”
Sie würden sich so gern verstehn, denn sie lieben sich beide so.
Er redet ständig von Freiheit, sie träumt vom Glück zu zweit,
er will sie nicht belasten, sie will seine Sorgen teilen, und sie reden an sich vorbei.

So geht es für viele Jahre, bis ans Ende ihrer Tage.
Sie leben zu zweit in Einsamkeit und vermissen sich dabei.
So geht es für viele Jahre, bis ans Ende ihrer Tage,
denn beide können nicht ohne einander sein.

Wenn sie mehr Zeit mit ihm verbringen will, so wie es früher angeblich war,
fürchtet er um seinen Stammtisch-Tag und vertröstet sie auf nächstes Mal.
Weil er so schöne Luftschlösser bauen kann, zieht sie jedesmal dort ein und glaubt daran,
und wenn er alle diese Pläne dann wieder umstößt, steht sie mit leeren Händen da.

So geht es für viele Jahre, bis ans Ende ihrer Tage.
Sie leben zu zweit in Einsamkeit und vermissen sich dabei.
So geht es für viele Jahre, bis ans Ende ihrer Tage,
denn beide können nicht ohne einander sein.

Sie suchen sich, sie brauchen sich, sie lieben sich, doch sie finden sich nie.

Während er die Spätnachrichten sieht, wartet sie auf ihn im Bett.
Wenn er dann endlich in die Kissen kriecht, schläft sie schon tief und fest.

So geht es für viele Jahre, bis ans Ende ihrer Tage.
Sie leben zu zweit in Einsamkeit und vermissen sich dabei.

Sie suchen sich, sie brauchen sich, sie lieben sich, doch sie finden sich nie.

So geht es für viele Jahre, bis ans Ende ihrer Tage,
denn beide können nicht ohne einander sein.

Und wir leben

Wir sind geboren worden, ob wir wollten oder nicht.
Von da an ging es abwärts mit unser’m Würfelglück.
Uns’re Eltern hatten Pläne, was aus uns mal alles wird,
doch diese schönen Träume wurden nach und nach zerstört.

Wir haben die Kirche gern gemieden und den ADAC,
und selbst in ‚ner Gewerkschaft waren wir bisher noch nie.
Einen richtigen Beruf haben wir leider nie gelernt,
und wie man einen Diener macht, weiss von uns keiner mehr.

Und wir leben, wir leben immer noch.
Ja, wir leben, und es geht uns gut.

Wir haben schon öfters Gras geraucht und wissen, was Koks ist,
Und dass es außer Champignons noch and’re Pilze gibt.
Wir lagen schon bedröhnt auf der Fahrbahn in der Nacht,
um die Sterne mal zu zählen über uns’rer schönen Stadt.

Doch wir leben, wir leben immer noch.
Und auf dem Weg nach unten genießen wir jeden Tag.

Und wir leben, wir leben immer noch.
Ja, wir leben, und es geht uns gut.

Wir hatten Sex schon ohne Gummi und Schweinefleisch vom Grill,
haben die FAZ gelesen und einmal auch die Bild,
hundertmal schon totgesagt, manchmal ernsthaft krank,
nie beerdigt worden, dafür sei dem Himmel dank.

Und wir leben, wir leben immer noch.
Und auf dem Weg nach unten genießen wir jeden Tag.

Ja, wir leben, wir leben immer noch.
Und auf dem Weg nach unten genießen wir jeden Tag.

Paradies

Wer kann schon sagen, was mit uns geschieht,
vielleicht stimmt es ja doch,
dass das Leben eine Prüfung ist,
in der wir uns bewähren sollen.

Nur wer sie mit Eins besteht,
darf in den Himmel kommen.
Für den ganzen dreckigen Rest
bleibt die Hölle der Wiedergeburt.

Als Tourist auf Ibiza,
als Verkehrspolizist,
als ein Clown in einer Zirkusshow,
den keiner sehen will.

Um diesem Schicksal zu entfliehen,
sollen wir uns redlich bemühen,
jeden Tag mit ‚nem Gebet beginnen
an Stelle von Aspirin.
Nur wer immer gleich zum Beichtstuhl rennt,
als wär es ein Wettlauf,
und dort alle seine Sünden nennt,
der handelt einen Freispruch aus.

Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist.
Ich stelle keinen Antrag auf Asyl,
meinetwegen bleib ich hier.

Wer Messer und Gabel richtig halten kann
und beim Essen grade sitzt,
wer immer JA und DANKE sagt,
dessen Chancen stehen nicht schlecht.
Wer sich brav in jede Reihe stellt
mit geputzten Schuhen,
wer sein Schicksal mit Demut trägt,
dem winkt die Erlösung zu.

Wir sollen zuhören und aufpassen,
tun, was man uns sagt,
unterordnen und nachmachen
vom ersten bis zum letzten Tag.
Immer schön nach den Regeln spielen,
wie sie befohlen sind,
wie sie im Buch des Lebens stehn,
in Ewigkeit Amen.

Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist,
wer weiß, ob es uns dort besser geht –
hinter dieser Tür.

Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist,
und bevor ich auf den Knien fleh,
bleib ich meinetwegen hier.

Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist,
wenn ich nicht rein darf, wie ich bin,
bleib ich draußen vor der Tür.

Ich will nicht ins Paradies,
wenn der Weg dorthin so schwierig ist.
Ich stelle keinen Antrag auf Asyl,
meinetwegen bleib ich hier.

Lügen

Gib mir nur fünf Minuten, gleich bin ich okay.
Es ist nur eine Phase, die mal kommt und wieder geht.
Mach dir keine Sorgen, ich bin sofort wieder klar.
Gib mir nur fünf Minuten, und ich vergesse, wer du warst.

Mir geht es wirklich gut, ich weiß grad gar nicht, was das ist,
dass mir ausgerechnet Tränen kommen, wenn du mal bei mir bist.
Ich genieße meine Freiheit, es macht mir Spaß, allein zu sein.
Ich kann tun und lassen, was ich will, und keiner mischt sich da mehr ein.

Hundertmal hab ich dir gesagt, dass ich kaum noch an uns denk;
dass es anfangs gar nicht einfach war, doch jetzt bin ich drüber weg.
Ich vergesse nie, dir zu erzähl’n, dass ich dich nicht vermiss
und dass es mir auch ohne dich immer noch bestens geht.

Das sind nur Lügen und ich weiss genau, dass du die Wahrheit kennst.
Es sind nur Lügen und es stimmt nicht, dass ich nicht einsam bin.
Das sind nur Lügen, nichts als Lügen, und ich wünschte, ich wär stark.
Ich würd die Zeit einfach zurückdrehn und alles wär, wie es mal war.

Hundertmal hab ich dir gesagt, dass ich glücklich bin;
dass ich jede Menge Freunde treff und du mir fast nie fehlst.
Ich vergesse nie, dir zu erzähln, dass es nichts Schöneres für mich gibt,
als nächtelang nur fernzusehn allein in meinem Bett.

Das sind nur Lügen und ich weiss genau, dass du die Wahrheit kennst.
Es sind nur Lügen und es stimmt nicht, dass ich nicht einsam bin.
Das sind nur Lügen, nichts als Lügen, und ich wünschte, ich wär stark.
Ich würd die Zeit einfach zurückdrehn und alles wär, wie es mal war.

XTC

Ich fühle mich wohl, mir wird ganz warm,
und die Welt fängt sich an zu dreh’n,
als wenn ein starker Sonnenstrahl
sich über meine Seele legt.
Ich fliege auf einem Wolkenmeer,
das zwischen Himmel und Erde liegt.
Es gibt kein Grau und keine Zweifel hier,
denn die Liebe hat den Haß besiegt.

Jetzt kann ich die Wirkung spüren,
jetzt öffnet sich eine Tür,
jetzt lässt sich mein Herz entführen,
jetzt bin ich bei dir.

Es ist ‚ne Flamme in mir, die plötzlich brennt,
ich fühl mich mal wieder so gut wie nie.
Mein Puls rast und mein Kopf zerspringt,
denn diese Flamme heißt XTC.

Der Stern des Lebens leuchtet uns den Weg,
er führt zum ewigen Licht.
Direkt aus dem Tal der Dunkelheit,
die uns jeden Tag umgibt.

Jetzt kann ich die Wirkung spüren,
jetzt öffnet sich eine Tür,
jetzt lässt sich mein Herz entführen,
jetzt bin ich bei dir.

Es ist ‚ne Flamme in mir, die plötzlich brennt,
ich fühl mich mal wieder so gut wie nie.
Mein Puls rast und mein Kopf zerspringt,
denn diese Flamme heißt XTC.

Langsam verliert das Licht seine Kraft,
alle Farben werden wieder blass.
Es ist Zeit für die Rückkehr in die Einsamkeit,
wenn du keine Reserven hast.

Jetzt kann ich gleich nichts mehr spürn,
jetzt schließt sich die Tür in mir,
jetzt beginnt mein Herz zu friern,
jetzt bin ich ganz leer.

Keine Flamme in mir, die für mich brennt,
ich fühl mich auf einmal so kalt wie nie.
Mein Puls ist schwach, mein Kopf zerspringt,
nur noch die Asche von XTC.
Keine Flamme in mir…

Der Froschkönig

Ich frag mich, wie’s dir gerade geht
und was du jetzt wohl machst.
Du denkst bestimmt
schon lang nicht mehr an mich
und das, was damals war.
Wir stolperten in unser Leben,
vor einer halben Ewigkeit.
Wir waren beide nicht mehr nüchtern,
besoffen von Verliebtheit.

Ich wollte immer jemand für dich sein,
der ich ganz bestimmt nie war.
Auch wenn ich’s noch so doll versucht hab,
ich hab es leider nie geschafft.

Ich wollte dich in deiner Welt besuchen,
doch ich flog immer dran vorbei.
Deinen Träumen bin ich hinterhergejagt,
ich hab sie nie erreicht.
Ich versuchte dir ganz nah zu sein,
jede Nacht in unserem Bett,
doch während ich deine Hand hielt,
war dein Herz meilenweit weg.

Ich wollte immer jemand für dich sein,
der ich ganz bestimmt nie war.
Das ständige „In-die-Augen-schaun”
hat uns blind gemacht.
Ich war nie der, den du suchtest,
auch wenn ich „Hier!” geschrien hab,
als du nach jemandem gerufen hast,
weil du alleine warst.

In unseren besten Momenten
waren wir zusammen im Paradies,
doch irgendetwas holte uns
immer viel zu schnell zurück,
viel zu schnell zurück.

Ich wollte immer jemand für dich sein,
der ich ganz bestimmt nie war,
als du nach mir gerufen hast,
weil du alleine warst.
Trotzdem würde ich den selben Weg
noch einmal mit dir gehen,
auch mit all den Fehlern,
denn ich bereue nichts.