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Teksty piosenek

Geld $ Gold

Vielen Dank, lieber Gott,
ja, es geht mir so ganz gut.
Ich hab ein Dach über meinem Kopf
und ich fühl mich auch gesund.
Mich quälen keine Sorgen
und kein größeres Problem,
mein Kühlschrank ist fast immer voll,
ich lebe sehr bequem.

Vielen Dank, lieber Gott,
ich kann mich wirklich nicht beschwern,
ich bin eigentlich zufrieden
und ich will auch nicht viel mehr.
Doch es kommt nicht alle Tage vor,
dass du hier bei mir sitzt,
schreib dir doch mal ganz schnell auf,
was mir hier jetzt noch fehlt.

Ein bisschen Geld – ein bisschen Geld.
Nur ein bisschen Gold – nur ein bisschen Gold.
Und bist du schon einmal dabei,
nach dem Rechten zu sehn,
gib mir endlich auch das Glück,
das ich schon lang verdien!

Schönen Dank, ich weiß,
im Leben braucht man Geduld.
Ich habe ja gar nichts gesagt,
es ist bestimmt nicht deine Schuld.
Doch es gibt da ein paar Dinge,
du weißt ja selber, wie das ist,
von denen hat man nie genug,
egal wie viel man kriegt.

Ein bisschen Geld – ein bisschen Geld.
Nur ein bisschen Gold – nur ein bisschen Gold.
Und bist du schon einmal dabei,
nach dem Rechten zu sehn,
gib mir endlich auch das Glück,
das ich schon lang verdien!

Ein bisschen Geld!
Geld, Gold und Glück!
Gib mir mehr Gold!
Gib mir Geld, Gold und Glück!
Gib mir mehr Geld!
Geld, Gold und Glück!
Gib mir mehr Gold!
Gib mir Geld, Gold und Glück!

Fünf vor zwölf

Bei ihm hab ich mir immer mein Gemüse eingekauft.
Er ist so um die dreißig, hat ein Kind und eine Frau.
Wir verstehen uns ganz gut,
tranken schon manches Bier zusammen,
in der Kneipe gegenüber,
wenn wir uns dort mal sahn.
Am Montag war sein Laden
auf einmal nicht mehr auf,
Nachbarn sagen mir,
er liegt im Krankenhaus.

Erdal kommt vom Schwarzen Meer,
doch er wohnt in dieser Stadt
und zu Hause ist er hier.
Erdal – kannst du mich hören?
Was auch immer hier passiert –
ich halt zu dir!

Er lief in ihre Arme,
als er durch unsere Straße ging.
Sie sangen irgendwelche Parolen,
ließen Erdal nicht weiter ziehn.
Er versuchte sich noch zu wehren,
sie warn zu fünft und er allein.
Bevor es richtig los ging,
war es auch schon vorbei.

Wer glaubt hier noch,
dass uns das alles nichts angeht?
Wann kommt die Wut,
die all das Zögern von Euch nimmt?

Erdal – kannst du mich hören?
Ich möchte dir nur sagen,
ich schäme mich dafür!
Erdal – kannst du mich hören?
Was auch immer hier passiert –
ich halt zu dir!

Erdal kommt aus der Türkei
und wer hier gegen ihn ist,
ist auch mein Feind!

Glückspiraten

Es wird Zeit, dass du endlich aufstehst
und die Vernunft bei dir einkehrt.
Oder soll das ewig so weiter gehn,
dass du nie erwachsen wirst?
Für wen hältst du dich eigentlich,
wenn man mal höflich fragen darf?
Woher nimmst du dir das Recht,
dass du dir alles erlauben kannst?

Hör mir zu, ich rede mit dir!
Sieh mich an, dreh deinen Kopf zu mir!

Solang du deine Beine unter meinen Tisch streckst,
bin ich noch das Gesetz.
Hier ist kein Hotel mit Vollpension,
kein Frühstück kommt ans Bett.
Wenn du meinst, du kannst immer nur nehmen,
ohne dass du jemals geben brauchst,
dann hast du dich ganz schwer getäuscht
und irgendwann bereust du’s auch.

Hör mir zu, ich rede mit dir!
Sieh mich an, dreh deinen Kopf zu mir!

Du bist nur ein Taugenichts,
der auf unsere Kosten lebt.
Du bist nur ein Tagedieb,
ein Glückspirat auf dem falschen Weg.

Wenn ich schon deine Freunde seh,
krieg ich jedes Mal zu viel.
Wer nicht mal richtig grüßen kann,
den möcht ich hier nicht sehn.
Du brauchst nichts zu erwidern,
deine Frechheit steht dir im Gesicht.
Wenn es nicht für deine Mutter wär,
mich interessierst du nicht.

Hör mir zu, ich rede mit dir!
Sieh mich an, dreh deinen Kopf zu mir!

Du bist nur ein Taugenichts,
der auf unsere Kosten lebt.
Du bist nur ein Tagedieb,
ein Glückspirat auf dem falschen Weg.

Alles wird gut

Hab keine Angst vor Dunkelheit,
frag nicht, wohin wir gehn.
Wir stolpern einfach vorwärts
durch ein weiteres Jahrzehnt.
Mit vollem Bauch und leerem Kopf,
auf einem Auge blind,
auf der Suche nach Zufriedenheit
und irgendeinem Sinn.

Wir sind auf dem Weg in ein neues Jahrtausend,
bald werden Wunder am Fließband hergestellt.
Auf dem Weg in ein neues Jahrtausend,
über Nacht wird alles anders,
eine schöne neue Welt.

Mit einem Stein in der Hand als Souvenir
von der Mauer in Berlin,
klopfen wir an die Hintertür
vom neuen Paradies.
Es ist ein Reich der Träume,
in dem Milch und Honig fließt,
in dem alle Menschen glücklich sind
und jeder jeden liebt.

Wir sind auf dem Weg in ein neues Jahrtausend,
bald werden Wunder am Fließband hergestellt.
Auf dem Weg in ein neues Jahrtausend,
über Nacht wird alles anders,
eine schöne neue Welt.

Mein Horoskop hat es mir erzählt
und ich weiß, dass es nie lügt.
Du und ich, wir sind auserwählt,
steh auf und komm mit!

Wir sind auf dem Weg in ein neues Jahrtausend.
Auf dem Weg – ein Kreuzzug ins Glück!
Wir sind auf dem Weg in ein neues Jahrtausend.
Auf dem Weg – es geht nie mehr zurück.

Mein Horoskop hat es mir erzählt
und ich weiß, dass es nie lügt.
Du und ich, wir sind auserwählt,
steh auf und komm mit!

Zigarettenautomat

Jeden Tag geht irgendjemand zum Zigarettenautomat.
Sagt „Ich bin mal eben los und sofort wieder da“.
Und auf der Straße denkt er plötzlich über sein ganzen Leben nach.
Zieht in 30 Sekunden Bilanz.

Jeden Tag geht irgendjemand zum Zigarettenautomat.
Sagt nur schnell „Bis Gleich“ und haut für immer ab.
Lässt alles stehen und liegen,
nimmt nichts von sich mit,
nur weg von hier, so schnell es geht.
Denn er hat dieses Leben so satt
und nimmt den Notausgang.

Jeden Tag wird ein Mensch vermisst,
den ein Junge zuletzt sah.
Gleich drüben an der Ecke beim Zigarettenautomat.
Er hatte wohl kein Münzgeld dabei,
denn man sah ihn weitergehen,
erst zögernd und dann schneller, ohne sich umzudrehen.
Denn er hat dieses Leben so satt
und nimmt den Notausgang.
Weil das, was er gerade durchmacht,
nicht noch schlimmer werden kann.

Schwarze Sheriffs

Jeder brave Bürger
Hat nach einem schweren Tag
Das Recht auf seine Sicherheit
Und den wohlverdienten Schlaf

Dafür braucht er einen Schutzengel
Der ihn gut bewacht

Schwarze Sheriffs kontrollieren nachts die ganze Stadt
Weil keiner mehr Vetrauen zum Herrn Wachtmeister hat
Schwarze Sheriffs

Pünktlich mit der Dunkelheit
Fängt ihre Arbeit an
Im Dienst der guten Sache
Fahren sie ihre Streife ab

Immer auf der Suche
Nach Verbrechen und Gewalt
Die neuen Augen des Gesetzes
Sie sind privat bestellt

Für die Straßen von den Reichen
Auf denen sie ihre Runden drehen
Um nach Recht und nach Ordnung
Und nach all dem Geld zu sehen

Schwarze Sheriffs machen ihr Geschäft mit fremder Angst
Dunkle Schatten, gut bewaffnet, sofort bereit zum Kampf

Schwarze Sheriffs stellen alle mit dem Schlagstock an die Wand
Jeden Penner, jeden Dieb und jeden, der nicht laufen kann
Schwarze Sheriffs
Schwarze Sheriffs

Schwarze Sheriffs reiten pausenlos durch die Nacht
Sie fühlen sich wie Zorro und sind stolz auf ihre Macht

Schwarze Sheriffs regieren nachts in der Stadt
Damit der Bettler sich nicht holen kann
Was man ihm genommen hat
Schwarze Sheriffs
Schwarze Sheriffs

Einmal in vier Jahren

Jeden Tag wird uns erzählt,
dass die Stunde X bald kommt
und dass dann alles besser wird,
wir bräuchten nur Geduld.
Im Sessel weit zurück gelehnt verfolgt das ganze Land
jede Endlos-Nutzlos-Diskussion im Fernsehprogramm.

Wir sitzen in der ersten Reihe, als ob wir alle scheintot sind,
hörn auf leere Worte und klammern uns daran fest.

Wie letztes Mal, wie letztes Mal …

Wir lassen uns gern für dumm erklärn,
als würden wir nichts verstehen
von den ungeschriebenen Gesetzen,
um die die Welt sich dreht.
Keinen Reichtum ohne Armut,
kein Gewinn ohne Betrug,
und ständig redet man uns ein,
dass man alles dagegen tut.

Beim nächsten Mal, beim nächsten Mal …

Und einmal in vier Jahren
kriegt man einen Zettel in die Hand,
um ein kleines Kreuz zu malen,
damit alles seine Ordnung hat.

Danach werden wir wieder nach Hause geschickt,
mit der Bitte, jetzt ruhig zu sein,
denn es ist unsere Entscheidung,
wer uns die nächste Krise zeigt.

Friede, Freude, Eierkuchen
heißt das Wahlprogramm,
das immer noch am besten zieht
in diesem schönen Land.

Wie jedes Mal, wie jedes Mal …

1200 Grad

Einmal die Woche steht unser Müll am Strassenrand
Für die Verbrennung in blaue Säcke abgepackt
Das ewige Feuer schluckt, was es kriegen kann
Tausende Tonnen täglich bei 1200 Grad

Die Verbrennungsdauer richtet sich je nach Körpergewicht
Bis zu 2 Stunden im Dreistufen-System
Jeder Kunde verbrennt komplett mit eigenem Sarg
So ein Ofen schafft sie davon an einem Tag

1200 Grad
Heyheyhey
1200 Grad
Heyheyhey

Helft unser’m Land in seiner schweren Zeit
Denkt ihr nicht rationell und an Mehrzweckverwendbarkeit
Stellt eure Toten in Säcke gewickelt vor der Haustür auf
Wir brauchen ihre Asche für den Straßenbau

1200 Grad
Heyheyhey
1200 Grad
Heyheyhey

Jo singt

So lange Johnny Thunders lebt,
so lange bleib ich ein Punk.
So lange es was zu trinken gibt,
dauern alle unsere Feste an.
So lange ich noch zwei Freunde find,
werden wir durch die Straßen ziehn.
So lang die Wellenreiter lästern,
weiß ich, dass es nichts besseres gibt.

Wir sind noch keine 60
und wir sind auch nicht nah dran.
Und erst dann werden wir erzählen,
was früher einmal war.

Zum Chef

Du sollst zum Chef.

Jahrelang war er ein kleiner Mann,
nie gegrüßt und unerkannt.
Heute nun der späte Dank,
sie holen ihn aus seiner Bank.

Du sollst zum Chef.

Er checkt sich durch, die Schuhe sind geputzt,
die Hände gewaschen und die Knöpfe zu.
Hemd und Haare, alles okay,
er drückt noch schnell auf sein Mundspray.

Er wischt sich den Schweiß von seiner Stirn,
versucht, sich jetzt zu konzentrieren.
Zur Chefetage im Aufzug,
sein Herz klopft und es geht ihm nicht gut.

Du bist entlassen.