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Teksty piosenek

Bye Bye Alex

Der große Rebell von gestern
sagt nun für immer „JA!”
zum bürgerlichen Leben
und den Dingen, gegen die er war.

Er hat die Fronten gewechselt,
alle finden ihn wunderbar,
obwohl sich sein Charakter
keineswegs geändert hat.

Hey, bye bye Alex!
Nur noch ein Clown,
traurig anzuschaun.

Ursache und Wirkung,
Unterdrückung und Aggression,
es ist immer dasselbe Übel
und keiner bleibt davon verschont.

Sie alle gehörn zur Maschinerie,
als ein Rädchen im System.
Ohne sie würde sich das Uhrwerk
nicht mehr lange drehn.

Hey, bye bye Alex!
Nur noch ein Clown,
traurig anzuschaun.

Testbild

Als ich wieder mal das Testbild seh,
fällt die Bude mir auf den Kopf.
Ich kämpfe mich durch meinen Müll,
renn aus dem Haus wie schon so oft.

Einen Haufen falscher Freunde,
eine Arbeit, die mir nicht passt
und ich frage mich seit heute,
wie ich’s so lang ausgehalten hab.

Heute nacht werde ich losziehn,
ich verlasse diese Stadt.
Alles was ich hab, lass ich hier stehn,
fang woanders von vorne an.

Ich renn wie ein Sträfling auf der Flucht,
ich halte nie wieder an.
Es ist die letzte Chance, sie ist nicht sehr groß,
doch es gibt keine andere Wahl.

Ich freu mich auf mein neues Leben,
auf alles, was noch vor mir liegt.
Ich habe nur noch einen einzigen Wunsch,
nie wieder stillzustehn.

Heute nacht werde ich losziehn,
ich verlasse diese Stadt.
Alles was ich hab, lass ich hier stehn,
fang woanders von vorne an.

Jemand reißt mich hoch, schreit mir ins Gesicht:
„Es ist halb sechs und wir machen jetzt zu!”.
Auf dem Nachhauseweg dreht sich alles um mich
und das Testbild rauscht immer noch.

Niemals werde ich von hier gehn,
komme nie aus dieser Stadt.
Jeden Abend rede ich vom Fliehn,
lüge mich von Vorne an.

35 Jahre

Er sitzt die meiste Zeit am Fenster
mit einem Kissen unter’m Arm.
Ist ein Fahrrad auf dem Gehweg,
ist ein Wagen falsch geparkt?
Er ist allzeit bereit und schlägt Alarm.

Vor einem Jahr ging er in Rente,
nun weiß er nicht, wie’s weiter geht.
Sein Wellensittich ist der letzte,
der hin und wieder mit ihm spricht,
wenn er allein vor seiner Fototapete sitzt.

35 Jahre lang
Haken für den Duschvorhang.
35 Jahre lang
Haken für den Duschvorhang.

Früher stand er mal am Fließband
in Halle 24 B.
Er war Kolonnenführer,
denn er hat sich hochgedient.
Die Stechuhr hat seinen Lebenslauf bestimmt.

Sein allererster Blaumann
hängt wie ‚ne Uniform im Schrank.
Den Abschiedsbrief der Firma
hat er sich eingerahmt.
Er macht die selbe Frühstückspause wie in all den Jahrn.

35 Jahre lang
Haken für den Duschvorhang.
35 Jahre lang
Haken für den Duschvorhang.

Zahltag

Endlich kann Alex gehn,
denn man hat ihn gezähmt.
Sein Wesen umgestellt
mit einem Medikament.

Er gab seinen Willen für seine Freiheit,
es war ihm noch nicht klar.
Es war ein viel zu hoher Preis
und er hat ihn gezahlt.

Nun ist er wieder zurück,
doch er muss schnell einsehn,
dass alles anders ist,
seitdem er von hier ging.
Denn in der Zeitung war ein Bild von ihm
und jeder hat es gesehn.
Alte Feinde freuen sich,
den Spieß jetzt umzudrehn.

Zahltag, Zahltag, Zahltag –
die Zeit der Strafe fängt erst für ihn an.
Zahltag, Zahltag, Zahltag –
für eine Menschmaschine, die sich nicht wehren kann.

Es ist sein altes Spiel,
nur mit dem Unterschied,
dass er Verlierer ist
und jetzt auf Knien geht.

Reue kommt jetzt viel zu spät,
es gibt keinen, der zu ihm hält.
Auf der Flucht vor der Vergangenheit
findet er kein Versteck.

Zahltag, Zahltag, Zahltag –
die Zeit der Strafe fängt erst für ihn an.
Zahltag, Zahltag, Zahltag –
für eine Menschmaschine, die sich nicht wehren kann.

Mehr davon

Ich habe nur probiert, um mal zu sehen.
Es war nur sehr wenig, doch es war schön.
Ich wollte mehr davon,
nur ein bisschen mehr.

Gib mir mehr.
Gib mir mehr.

Beim nächsten Mal nahm ich genug
und es hat ganz schön reingekracht.
Ich fühlte mich so gut und so selten stark.
Irgendwann ließ die Wirkung aber
immer schneller nach.
Ich war plötzlich allein,
so leer und ausgebrannt.

Ich brauchte mehr.
Gib mir mehr.
Ich will mehr.
Gib mir mehr.
Gib mir mehr.
Ich will mehr.

Tag und Nacht denk ich nur an dich,
seitdem ich weiß, dass es dich gibt.
Tag und Nacht denk ich nur an dich,
weil meine Welt sich nur noch um dich dreht.
Nur noch um dich dreht.

Ohne dich gibt mein Leben einfach keinen Sinn.
Ich flehe dich an: „Du darfst nie von mir gehn!”
Ich bezahle dich gut,
ich geb dir alles, was ich noch hab.
Meinen Charakter, meinen Selbstrespekt,
jedes letzte Gefühl von Moral.

Ich will mehr.
Ich will mehr.
Ich will mehr.

Tag und Nacht denk ich nur an dich,
seitdem ich weiß, dass es dich gibt.
Tag und Nacht denk ich nur an dich,
weil meine Welt sich nur noch um dich dreht.
Nur noch um dich dreht.

Gib mir mehr.
Ich will mehr.
Gib mir mehr.

Mehr Sex!
Mehr Geld!
Mehr Speed!
Mehr Hass!
Mehr Ruhm!
Mehr Macht!

180 Grad

Wir brauchen hier keinen, der aus der Reihe tanzt,
keinen, der zuviel denkt und auch noch Zweifel hat.
Wir brauchen keinen, der ständig dagegen ist
und dem Fortschritt immer nur als eine Bremse dient.

Du warst viel zu lange viel zu unbequem,
doch wir bringen dich schon auf den richtigen Weg.
Ja, du wirst bald lernen, an deinem Platz zu stehn,
wir werden dir deinen Kopf wieder grade drehn.

Um 180 Grad.
In Reih und Glied mit uns ziehn.
Um 180 Grad.

Keiner entkommt unserem Intensiv-System,
in jedem Supermarkt läuft unsere Weichspül-Melodie.
An jeder Häuserwand ein Verhaltensbefehl,
wir polen alles um, was in die falsche Richtung geht.

Um 180 Grad.
In Reih und Glied mit uns ziehn.
Um 180 Grad.

Die Farbe Grau

Der Urteilsspruch des Richters ist gnadenlos gefallen,
vierzehn lange Jahre schickt man dich in Haft.
Draußen dreht sich die Welt und sie fragt nicht mal nach dir,
alles was dich von ihr trennt ist eine Eisentür.

Zähl jede Stunde, zähl jeden Tag,
jede Minute ist ein ganzes Jahr.
Grau ist die Farbe, die dein Anzug hat.
Grau ist die Farbe deiner Zellenwand.
Grau ist die Farbe der ganzen Strafanstalt.
Grau ist die Farbe von jedem neuen Tag.

Auf dem Gefängnishof seine müden Runden ziehn,
versuchen, in Träumen zu entfliehn.
Und alle warten nur auf den Entlassungstag,
Fluchtgedanken in der Nacht.

Zähl jede Stunde, zähl jeden Tag,
jede Minute ist ein ganzes Jahr.
Grau ist die Farbe, die dein Anzug hat.
Grau ist die Farbe deiner Zellenwand.
Grau ist die Farbe der ganzen Strafanstalt.
Grau ist die Farbe von jedem neuen Tag.

Jeder will nur raus.

Zähl jede Stunde, zähl jeden Tag,
jede Minute ist ein ganzes Jahr.
Grau ist die Farbe, die dein Anzug hat.
Grau ist die Farbe deiner Zellenwand.
Grau ist die Farbe der ganzen Strafanstalt.
Grau ist die Farbe von jedem neuen Tag.

Grau ist die Farbe.
Grau ist die Farbe.
Grau sind die Tage.

Keine Ahnung

Keine Ahnung, was ich dir sagen soll,
keine Ahnung und keinen Plan.

Frag mich nicht nach jedem Unterschied,
ob es Gut und ob es Böse gibt.
Was Erfolg und was Versagen ist,
wer die Regeln für das Spiel bestimmt.

Keine Ahnung, was ich dir sagen soll,
keine Ahnung und keinen Plan.

Ich kann selber nur noch Nebel sehn,
kann mein eigenes Wort nicht mehr verstehn,
verliere Tag für Tag den Überblick,
weiß nicht, auf welcher Seite ich steh.

Keine Ahnung, was ich dir sagen soll,
keine Ahnung, wenn du mich fragst.
Keine Ahnung, was ich dir sagen soll,
keine Ahnung und keinen Plan.
Keine Ahnung, was ich dir sagen soll,
keine Ahnung, vielleicht bin ich zu dumm.

Ein Schritt zuviel

Ein Schritt zuviel nach vorn –
und das war’s.
Du bist zu weit gegangen –
und das war’s.
Einmal kein Glück gehabt –
und das war’s für dich.

Sie haben dich erwischt –
und es gibt kein Zurück.
Sie haben dich erwischt –
und es gibt kein Zurück.

Es konnte nicht gut gehen, –
zu spät.
was hilft es Fehler einzusehn, –
zu spät.
Nichts macht sie ungeschehn, –
zu spät für dich.

Sie haben dich erwischt –
und es gibt kein Zurück.
Sie haben dich erwischt –
und es gibt kein Zurück.

1000 gute Gründe

Hohe Berge, weite Täler,
klare Flüsse, blaue Seen,
dazu ein paar Naturschutzgebiete,
alles wunderschön.

Wir lieben unser Land!

Totale Pflichterfüllung,
Ordnung und Sauberkeit,
alles läuft hier nach Fahrplan,
der Zufall ist unser Feind.

Wir lieben unser Land!
Unser Fernsehprogramm, unsere Autobahn.
Wir lieben unser Land!

Es gibt 1000 gute Gründe,
auf dieses Land stolz zu sein.
Warum fällt uns jetzt auf einmal
kein einziger mehr ein?

Unser Lieblingswort heißt Leistung,
wir sind auf Fortschritt eingestellt.
Nicht ist hier unkäuflich,
wir tun alles für gutes Geld.

Wir lieben unser Land!
All die Korruption, die Union!
Wir lieben unser Land!

Es gibt 1000 gute Gründe,
auf dieses Land stolz zu sein.
Warum fällt uns jetzt auf einmal
kein einziger mehr ein?

Unsere Pässe sind fälschungssicher
und unser Lebenslauf bekannt.
Keiner scheint hier zu merken,
dass man kaum noch atmen kann.

Wir lieben unser Land!
Für jeden Querkopf ein Gummigeschoss.
Wir lieben unser Land!
Wir lieben unser Land!

Wo sind all die ganzen Gründe,
auf dieses Land stolz zu sein?
So sehr wir auch nachdenken,
uns fällt dazu nichts ein!

All die ganzen Gründe…